Über Costa Rica

Costa Rica ist einmalig – das ist die feste Überzeugung der Ticos und Ticas, die ihr kleines Land – zwischen Panama und Nicaragua, zwischen Pazifik und Karibik – so lieben.

Und niemand, der je in Costa Rica war, wird ihnen widersprechen. „Reiche Küste“ hat Columbus das Land getauft, auch wenn er dabei mehr an das erhoffte Gold dachte.

Der wirkliche Reichtum Costa Ricas ist die Natur. Wer sie erlebt hat, kommt nicht mehr davon los….

Gut ein Viertel des Landes steht heute unter Naturschutz. Und die Regierung bemüht sich, die verbliebenen Naturschönheiten, vor allem die Regenwälder und die ursprünglichen Küstenlandschaften mit ihrer Tier- und Pflanzenvielfalt für die nachfolgenden Generationen zu bewahren.

Denn wie kaum ein anderes Land ist Costa Rica in der Vergangenheit von den amerikanischen Fruchtmultis zerstört worden. Ganze Landstriche wurden gerodet und abgebrannt, um Platz für Kaffee und Bananen zu schaffen.

Weitere Wälder wurden abgeholzt für die drei Millionen Rinder, deren Fleisch in den Wabbelbrötchen der Fast-Food-Ketten landet.

Geblieben sind die großen Urwaldgebiete in der Cordillera de Talamanca und der Cordillera Central, dazu unzählige Natur-Inseln, vor allem entlang der Küsten von Karibik und Pazifik. Um sie kümmern sich heute vorbildliche Naturpark-Verwaltungen.

Und viele internationale Umweltverbände, aber auch Privatleute, haben in den letzten Jahren durch Landkäufe dazu beigetragen, die geschützten Flächen Stück für Stück wieder zu vergrößern. Regen- und Nebelwälder, Dschungelflüsse, Vulkane, unentdeckte Strände, eine unglaubliche Vielfalt von exotischen Pflanzen, die Begegnung mit bunten Vögeln, Affen, Faultieren, Nasenbären, Schmetterlingen – all das macht Costa Rica heute zu einem kleinen Paradies. In einem friedlichen Land, das sogar seine Armee abgeschafft hat.

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Pura Vida…einfach mal abhängen

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…sich auch mal Zeit nehmen…

Die Laguna del Lagarto Lodge war eine der schönsten Herbergen, die wir weltweit erleben durften und wird für uns immer unvergesslich bleiben.

Ein einmaliger Besuch ist einfach zu wenig, 
das mussten wir feststellen. 
Tolle Natur, unbeschreiblich nette Menschen, ...
Arenal

Vulkane und ganz viel Grün…

Das Land

Kaum ein Land vereinigt auf einer Fläche von nur 51.000 Quadratkilometern so viele landschaftliche Unterschiede: Weite Ebenen im Norden, das hoch gelegene Zentraltal, die trockene nordpazifische Region Guanacaste, urwüchsige Gebirgszüge und das tropische Tiefland im Süden. Es gibt Regenwälder, Trockenwälder, Urwaldflüsse, weite Sandstrände, Vulkane – und mit dem Chirripó auch einen richtigen Berg: Hier in 3.820 Meter Höhe fällt sogar manchmal Schnee.

Durchzogen wird das Land der Länge nach vom Höhenzug der Kordilleren, der es in zwei ganz unterschiedliche Hälften teilt.

Costa Rica ist etwa so groß wie Niedersachsen. Und obwohl die kürzeste Entfernung zwischen den Ozeanen nur 110 Kilometer beträgt, braucht man, um von der pazifischen zur karibischen Seite mit dem Auto zu fahren, gute acht Stunden.

1.500 Kilometer lang ist insgesamt die Küstenlinie. Strandbuchten wechseln sich ab mit Steilküsten. Die Farbe des Sandes reicht von schneeweiß (Mal Pais) bis fast schwarz (Ostional). Die Strände auf der pazifischen Seite gelten teilweise als ideale Surfreviere (Jacó, Tamarindo), sind aber auch für ihre oft gefährlichen Strömungen bekannt.

Costa Rica ist Heimat für mehr Tierarten, als es in ganz Europa gibt. Auf einem einzigen Hektar Regenwald findet man bis zu 500.000 Pflanzen und jeder Baum ist Heimat von Millionen von Lebewesen.

Die Leute

Costa Rica hat rund drei Millionen Einwohner – übrigens etwa genausoviel wie Rinder. 70 Prozent von ihnen leben im gemässigten Klima des Zentralen Hochlandes.

Die „Ticos“ und „Ticas“, wie sie sich selbst nennen, sind zu 95% Nachfahren der spanischen Eroberer, der indianischen Ureinwohner und der als Sklaven und Arbeiter ins Land gekommenen Afrikaner. Ticos und Ticas sind ausgesprochen freundliche, hilfsbereite und hübsche Menschen.

Und sie sind selbstbewusst: Die Menschen in Costa Rica sind stolz auf ihr Land, stolz auf ihre Demokratie und stolz auf ihre Freiheit. Vor allem in den Städten wie San José und Limón sind sie inzwischen stark vom amerikanischen Lebensstil geprägt.

Da die Regierung seit der Abschaffung des Militärs 1948 sehr viel Geld in das Bildungssystem steckt, können 95% der Menschen Lesen, Schreiben und auch zumindest ansatzweise Englisch. Vor allem im Zentraltal ist das Bildungsniveau sehr hoch. Das trägt auch wesentlich dazu bei, dass es soziale Gräben wie in anderen mittel- und südamarikanischen Ländern kaum gibt. Mit dem Ergebnis, dass auch die Kriminalitätsrate nicht höher ist als etwa in Deutschland.

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Polizeistation in Boca San Carlos

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karibische Fröhlichkeit

Laguna del Lagarto Lodge Vögel 3

die Vögel sind regensicher…

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Tico-Regenschirm

Das Klima

Zunächst – erschrecken Sie nicht vor dem Begriff „Regenzeit“.

Nicht umsonst heißt diese Klima-Periode von Mai bis November in Costa Rica „Green Saison“. Im Gegensatz zu asiatischen Ländern beginnen selbst in dieser Zeit die Tage meist sonnig. Erst im Laufe des Tages können dann Wolken aufziehen – im Landesinneren mehr als an der pazifischen Küste. Die bringen dann abends und nachts teilweise heftigen Regen.

Nicht das Wetter ist das Problem – aber das Wasser füllt die Flüsse, und wo es keine Brücken gibt, wird es selbst für Allrad-Fahrzeuge manchmal schwierig. Außerdem verwandeln sich dann Wege im Schlammpisten, selbst Schotter- und sogar Asphaltstrassen können durch nächtliche Auswaschungen tiefe Löcher bekommen.

Vorteil dieser Zeit: Es grünt und blüht verschwenderisch, die Dschungelwälder sind voll Leben. Umgekehrt erlebt man in der Trockenzeit – Dezember bis April – vor allem in im Norden, in Guanacaste, oftmals regelrechte Dürrezeiten. Dann finden die Rinder und Pferde auf den weiten gerodeten Weiden keinen Grashalm mehr.

Generell ist das Klima in Costa Rica tropisch – die Durchschnittstemperaturen an den Küsten liegen bei knapp 30 Grad. Es kann aber im März und April noch viel heißer werden.

Im Süden auf der Halbinsel Osa und auf der karibischen Seite ist es generell feuchter als an der pazifischen Küste. Ausnahme ist der Oktober, der den karibischen Stränden bei Cahuita, Puerto Viejo und Manzanillo regelmässig viel

Klimatabelle San José

Monat Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchnittstemperatur C° 22 22 22 24 24 23 23 23 23 22 22 22
Niederschlagshöhein mm/qm 10 11 12 48 213 295 221 235 349 326 130 40
Sonnenstunden pro Tag 8 8 8 7 5 4 4 4 4 4 5 7
Relative Luftfeuchtigkeit % 81 79 78 79 83 85 83 84 85 86 84 82

Klimatabelle Liberia – Nordpazifik

Monat Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchnittstemperatur C° 27 28 28 29 29 28 28 28 27 27 26 27
Niederschlagshöhe
in mm/qm
10 10 27 42 200 275 145 219 336 266 85 19
Sonnenstunden pro Tag 9 10 10 9 7 5 6 6 5 6 6 8
Relative Luftfeuchtigkeit % 64 62 59 62 73 83 78 81 82 85 81 72

Klimatabelle Limón – Karibik

Monat Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Durchnittstemperatur C° 25 25 26 26 27 27 26 26 27 26 26 25
Niederschlagshöhe
in mm/qm
335 205 207 289 296 213 308 239 124 177 394 473
Sonnenstunden pro Tag 5 5 6 6 5 4 4 5 5 5 5 5
Relative Luftfeuchtigkeit % 86 86 84 84 86 87 88 87 86 86 87 87