Die Osa-Halbinsel

Die Osa-Halbinsel mit dem Nationalpark Corcovado gilt als eines der wildesten und natürlichsten Gebiete des Landes. Dank der schwierigen Zugänglichkeit hat sich die gesamte Region zu einem Zufluchtsort für viele Tierarten entwickelt, die sonst vom Aussterben bedroht wären. Die meiste Zeit des Jahres erreicht man die Insel am besten per Boot, durch den Rio Sierpe und einen der größten Mangrovenwälder Mittelamerikas. Zwischen der Halbinsel und dem Festland liegt der Golfo Dulce, dessen vor dem offenen Meer geschützte Strände einen nicht mehr loslassen wollen. Den Großteil der Halbinsel macht der Corcovado-Nationalpark aus – ein unglaublich einzigartiges Regenwaldgebiet, mit einer Artenvielfalt, die selbst in Costa Rica ihresgleichen sucht. Im Norden der Halbinsel liegt die Drake Bay – der beliebteste Platz für Taucher im ganzen Land und außerdem der Ausgangspunkt für Walbeobachtungen  – Wale und Delfine sind hier keine Seltenheit. Eines ist klar: Für die Osa-Halbinsel muss man sich Zeit nehmen, was allein schon daran liegt, dass man je einen Tag für An- und Abreise einplanen muss. Doch ein Besuch lohnt sich in jedem Fall, denn nirgendwo ist Costa Rica, wilder, ursprünglicher und natürlicher.

Der Corcovado-Nationalpark

Aufgrund seiner Abgeschiedenheit und schweren Zugänglichkeit blieb der Regenwald in diesem Gebiet lange unberührt – bis Anfang der 1970er Jahre Gold gefunden wurde. Aus Angst um den Regenwald und seine unbezahlbaren Schätze stellte die Regierung im Jahr 1975 rund die Hälfte der Halbinsel unter Naturschutz und erschuf den Corcovado-Nationalpark, heute für seine unglaublich hohe Artenvielfalt bekannt und gerne als „Amazonas Costa Ricas“ bezeichnet. Durch regelmäßigen Zukauf von Land soll der Park nach und nach mit dem auf der anderen Seite des Golfes gelegenen Nationalpark Piedras Blancas verbunden werden, um einen der wichtigsten ökologischen Korridore der Welt zu erhalten. Der Corcovado selbst ist eine Welt für sich: Er ist nicht mit dem Auto zugänglich, ab Carate muss man eine gute Stunde an der Küste laufen, um zum Parkeingang zu gelangen.

Doch was einen im Wald erwartet, ist alle Mühen wert.  Verschiedene Ökosysteme, dichtester Regenwald, Mangrovenwälder, ein Sumpfgebiet im inneren und Pazifikstrände, die kaum ein Mensch betritt. Mehr als 300 Baumarten, einige davon höher als 80 Meter. Das Kronendach ist hier allgemein höher als in anderen Wäldern des Landes, da die Niederschlagsmengen höher sind und der Wald insgesamt sehr niedrig liegt. Neben Jaguaren, Pumas, Ozelots, Tapiren und allen Affenarten des Landes leben hier noch 140 andere Säugetierspezies. Über 6000 Insektenarten, mehr als 120 Reptilien- und Amphibien, sowie circa 400 Vogelspezies, darunter die größte Population von Roten Aras des Landes, wurden hier schon gesichtet.

Trotz allem ist der Corcovado aufgrund seiner Abgeschiedenheit immer noch (zum Glück) keineswegs von Touristen überlaufen, da es auf der ganzen Halbinsel auch nur wenige Hotels gibt.

Drake Bay

Einer der größten Mangrovenwälder des Kontinents, ein Paradies für Taucher und Schnorchler, unberühter Regenwald, Wale und Delfine und das alles so abgelegen, dass der Massentourismus hier noch nicht angekommen ist: Die Bahía Drake, auch Drake Bay genannt.

Hotels

 

Danta Corcovado

Eine sehr besondere, originelle Dschungel-Lodge für Naturliebhaber, in der jedes noch so kleine Detail den ökologischen Ansatz widerspiegelt.

Lapa Rios

Diese luxuriöse 4* Eco-Lodge bietet ein außergewöhnliches Erlebnis: neben dem Pool mit fantastischer Aussicht und dem direkten Strandzugang, liegt der Fokus hier auf drei- bis vierstündigen geführten Wanderungen durch den umgebenden Regenwald.